Termine und Infos
Termine Aktuell PDF Drucken E-Mail
Beginn
EndeKurse 2016
3 Tage
2 Tage

*Vereinsmitglieder des Reitervereins Heidelsheim bekommen eine Rabatt von 10€ pro Kurstag. Beim Zirkuskurs sogar 20€!

 

** Der Dressurkurs ist auch für 2,5 Tage buchbar - weitere Informationen unten!

Änderungen Vorbehalten

6 UE 4 UE
31.01.2016

Zirkuslektionen 80,-

27.02.2016 29.02.2016 Klassische Dressur 250,- 170,-
25.03.2016
27.03.2016
Klassische Dressur 250,- 170,-
10.06.2016 12.06.2016 Klassische Dressur 250,- 170,-
08.07.2016 10.07.2016 Klassische Dressur 250,- 170,-
05.08.2016
07.08.2016
Klassische Dressur 250,- 170,-

Hier gleich online anmelden oder als  PDF-Anmeldung downloaden.


Weitere WICHTIGE Infos:

 

Allgemeine Infos

Die Teilnehmerzahl aller Kurse ist auf maximal 6 bis 8 Personen begrenzt, damit ein individuelles Arbeiten möglich ist und die Kursatmosphäre persönlich bleibt.

Sie haben die Möglichkeit alle Dressurkurse als 2 (4UE - 170€), 2,5 (5UE - 210€) oder 3 Tageskurs (6UE - 250€) zu buchen. Vereinsmitglieder des Reiterverein Heidelsheim zahlen 10€ weniger pro Tag.

Sie können je nach Wunsch einzeln (2 UE/Tag zu je 30min) oder zu zweit (2UE/Tag zu je 45min) reiten bzw. ihr Pferd trainieren. Einzelne Einheiten können durch Beritt ersetzt werden.
Die Unterrichtszeiten werden am Kursbeginn festgelegt, Wünsche werden dabei nach Möglichkeit berücksichtigt. Terminwünsche für den ersten Tag können auch schon vorher per Mobiltelefon (0176-  20 20 90 68) durchgegeben werden.

Aus organisatorischen Gründen ist der Anmeldeschluss jeweils zwei Woche vor Kursbeginn. Spätere Anmeldungen können leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Passive Teilnahme

Zuschauer sind bei mir immer herzlich Willkommen!

 

Auswärtskurse

Auf Wunsch komme ich zu Ihnen nach Hause, um Kurse nach Ihren Wünschen und Vorstellungen durchzuführen. Bitte rufen Sie mich frühzeitig unter 0176 - 20 20 90 68 an.

Unterbringung von Pferd und Mensch

In der Anlage des Reitervereins können Paddocks gesteckt werden. Es befinden sich keine Boxen direkt vor Ort. Sichere Anbindemöglichkeiten sind vorhanden. Sollten Sie eine Box für Ihr Pferd benötigen setzen Sie sich bitte frühzeitig mit mir unter 0176 -  20 20 90 68 in Verbindung.

Suchen Sie sich bitte selbst ein Quartier in der Umgebung (Wir empfehlen www.meine-stadt.de).

In Deutschland eine Deutsche zu treffen, die fließend Russisch spricht, das ist keine besondere Seltenheit. Aber einen wirklich begeisterungsfähigen Menschen mit einer solch positiven Ausstrahlung wie Barbara Heilmeyer kennen zu lernen ist ein wirklicher Glücksfall.     
Als sie gehört hatte, dass ein Gast aus Russland hier (Hannover) ist, eilte Barbara mir über ein ganzes Feld entgegen. Eine solche Liebe zu Russland konnte mich nicht unberührt lassen. Aber jetzt kommt das Interessanteste: All dies geschah auf einem Fest der klassischen Haflingern.

Barbara ist nicht nur eine Trainerin, sondern eine Art Krisenmanager in der Arbeit mit Pferden und dafür ist eine besondere Erfahrung, eine gehörige Portion Wissen und eine besondere Art von Sachverstand notwendig.
Barbara schwärmte für Pferde, seit sie denken kann. Einmal, als sie zwei bis drei Jahre alt war, fuhr sie mit den Eltern zu Verwandten aufs Land. Plötzlich war sie verschwunden. Sie wurde gesucht und gefunden… in der Futterkrippe eines Arbeitspferdes. Barbara streichelte seinen riesigen Schädel. In der Kindheit betteltet sie ständig, dass man ihr das Reiten erlaube, aber in Freiburg, einer Stad im Süden Deutschlands, wo ihre Familie lebte, gab es nur eine Reitschule, die von zu Hause weit weg war und so erlaubten die Eltern ihr lange nicht, dorthin zu gehen.
Aber sie hat sich dennoch durchgesetzt. Die Erinnerungen an diese Zeit sind für Barbara verbunden mit dem absoluten Glück, den Pferden nahe sein zu dürfen und großen Problemen, die Reitlehrer zu verstehen. Also sie 17 Jahre alt war, kaufte ihr Vater ihr ein Pony, einen Fjord mit einem etwas eigenen Charakter.
Die Eltern dachten, dass es gut für sie wäre, sich überhaupt mit etwas zu beschäftigen. Aber der Mangel an Erfahrung ließ dem Mädchen keine Chance, eine gemeinsame Sprache mit dem nicht einfachen Pferd zu finden. Sie begann Lehrer zu suchen, was sich als nicht einfach erwies. Alle, auf die sie traf, konnten nichts erklären, keine Gründe für Fehler erkennen und keinen  Lösungswege ersinnen. Alles führte nur zu Schreieren.
Möglich, dass schon damals der Wunsch in ihr entstand, selbst zu erlernen, wie man Problempferde umerzieht.
Dann wurde eine neue Art der Reitschule eröffnet. Diese leitete Ursula Bruns, die die ersten Islandpferde nach Deutschland importiert hat und eine Vorreiterin in der Entwicklung der Modernen Freizeitreiterei war. Sie war die Begründerin des ersten Deutschen Ponyclubs. Sie gab eine Pferdefachzeitschrift („Pony-Post“ spätere „Freizeit im Sattel“) heraus und erarbeitete gemeinsam mit Inge Behr eine eigenen Methode des Reitunterrichts. Sie arbeitete mit Linda Telligton-Jones zusammen. Bei Ursula Bruns hat Barbara eine Menge gelernt.
Über diese Irrungen und Wirrungen des Schicksals spricht Barbara in korrektem Russisch mit Scherzen und bildlichen Vergleichen
Redakteur: „Barbara, wo haben sie so gut Russisch gelernt?“    
Barbara: „Auf der Universität. Dort habe ich auch alte slawische Sprachen studiert, Linguistik und Biologie.  Doch ich wollte damals schon Reitlehrern werden. Meine Bekanntschaft mit der russischen Kultur kam ziemlich unerwartet. Einmal ging ich zufällig in ein russisches Volksliederkonzert. Der Chor war der Uni angeschlossen und in ihm sangen Studenten. Bis dahin wusste ich nicht viel über die russische Kultur. Aber das Konzert machte einen solchen Eindruck auf mich, dass ich den Chorleiteranrief und fragte: „Was muss ich tun, um in Ihrem Chor mitzusingen?“. „Russisch lernen“, antwortete er. Dann sang ich in diesem Chor mehrerer Jahre und war sogar Solistin. Der Chorleiter sagte mehr als einmal zu mir: „ Du solltest Russisch studieren!  Du hast dazu Talent“. Und so geschah es, dass ich spreche, schreibe und sogar Fernsehen schaue auf Russisch. In Russland war ich dreimal 2006, 2008, 2010. Mich hat die russische Gastfreundschaft sehr beeindruckt: In einer wirklich winzigen Wohnung der Verwandten meines Freundes wurde mir der wirklich beste Platz zugeteilt.“
Redakteur: „Und trotz der Universitätsausbildung haben Sie sich den Pferden zugewandt?“
Barbara: „ Ja, nach der Uni begann ich als Trainerin zu arbeiten. Ich wollte etwas mit meinen Händen tun und mich nicht nur mit trockener Theorie beschäftigen. Ich lernte den Westernstil kennen, aber was mich nie angezogen hat, war der Leistungssport. Oft musste ich bemerken, dass die Sportreiter sehr hart zu ihren vierbeinigen Partner sind. Ich träumte von ganz anderen Beziehungen zu Pferden.
Redakteur: „Auf ihrer Internetseite kann man Fotos sehen, wie Sie Hindernisse auf einem Fjordpferd  überwinden. Ohne Kopfstück und Zügel!“
Barbara: „Ich habe eine Springausbildung bei Rolf Becher gemacht. Diese war etwas ganz anderes und hatte nichts mit Sportreiterei zu tun. Er hatte sein eigenes höchst interessantes System, nämlich seine Lehrmethode. An seiner Einstellung gegenüber Pferden konnte man unendlich viel lernen. Rolf Becher fand immer eine Möglichkeit, die Schuld nicht beim Pferd zu suchen.
„Wenn das Pferd nicht gehorcht, gibt es dafür einen Grund“
Redakteur: „Welches waren Ihrer wichtigsten Lehrer der Hohen Schule?“    
Barbara: „Einmal auf einem Wanderritt übernachteten wir in einem örtlichen Reitstall. Auf dem Platz trainierte ein Reiter auf einem Andalusier. Als ich das sah, vergaß ich für ein oder zwei Stunden alles um mich herum. So fand ich einen sehr guten Lehrer.  Der Reiter war ein Franzose, Marc de Broissia. Damals hatte ich schon eine eigene Reitschule. Ich unterrichtete Freizeitreiter (nach dem Reken-Modell,) und Kinder. Diese war im Süden Deutschlands gelegen zwischen dem Bodensee und München. Ich hatte dort nur einen Außenplatz, weshalb im Winter dort weniger Unterricht stattfand und so etwas Freizeit war. Ich begann jeweils für einige Wochen zum Lernen zu Marc zu fahren.“
Und wirklich Barbara reitet Hohe Schule aber auf den Fotos ist sie nicht auf edlen Andalusiern, sondern auf Haflingern, Fjordpferden, ja sogar auf Kaltblütern zu sehen.
„Dann lernte ich Richard Hinrichs kennen. Bevor ich anfing, bei ihm zu reiten beobachtete ich mehrmals seine Arbeit. Er ist äußerst konzentriert in der Arbeit mit seinen Schülern und für ihn sind alle Pferde interessant. Hatte ich doch oft erlebt, dass Lehrer, wenn sie erfahren, dass ich Ponys die Hohe Schule lehren wollte, jegliches Interesse an mir verloren.
Richard Hinrichs arbeitete aus jedem Pferd das Beste heraus. Er denkt, dass jeder Mangel an Talent bei einem Pferd durch den Fleiß seines Ausbilders ausgeglichen werden kann.“
Redakteur: „Und dann führen Ihre Pferde noch verschiedene andere Elemente der Reiterei und zeigen Zirkuslektionen mit Ihrem Hund.“

Auf dem Foto springt Barbara mit ihrer Fjordstute ohne Kopfstück nicht nur über „gewöhnliche“ Hindernisse, sondern über ein Sofa.  Heute hat Barbara keine eigene Schule mehr. Sie hat sie durch Trennung und Umzug verlassen, aber auch das war kein Problem. Barbara ist heute sehr gefragt als Spezialistin. Zu Ihr kommen heute keine Anfänger und Freizeitreiter, die nur ausreiten wollen, sondern Pferdebesitzer, die mit ernsten Problemen in der Kommunikation mit ihren Pferden konfrontiert sind, oder Reiter, die ihre Kenntnisse vertiefen und ihr Niveau heben wollen.
Sie wird auch zu Kursen eingeladen, beispielsweise in die Gegend von Hannover oder in die Schweiz. An den Wochenenden ist sie mit diesen Kursen beschäftigt.
„Es ist für mich sehr interessant, auch schwierige Probleme in der Ausbildung und Erziehung der Pferde zu lösen“ erzählt Barbara, „ist doch zu jedem Pferd ein individueller Zugang nötig. Ein Pferd kann stur, aber mutig sein, ein anderes ängstlich, etc.  Was bei einem wirkt, kann für ein anderes überhaupt nicht passen. Es gibt auch erregbare Pferde, die man einfach nur beruhigen muss. Ich habe viel mit jungen Pferden gearbeitet und bemerkte eine Gesetzmäßigkeit: Alle waren dem Menschen sehr zugetan und bereit zur Mitarbeit. Widerstand und unkooperatives Verhalten zeigten nur die, die schon geritten waren und Erfahrung im Umgang mit Menschen hatten.
Redakteur: „Erzählen sie von ihren Pferden?“
Barbara: „Als ich noch meine eigene Schule hatte, hatte ich natürlich viele Pferde. Zur Zeit sind es nur zwei: Schalun und Max, den ich sechsjährig vor zwanzig Jahren geschenkt bekam. Er ist ein Schwarzwälder Fuchs, also ein Kaltblut. Dennoch kann er eine Menge Interessantes. Er geht Spanischen Schritt, legt sich hin und sitzt. Einer unserer Lieblingstricks: Er liegt und über ihn springt unsere Schweizer Sennenhündin Samba. Passage und Piaffe kann er ein wenig. Ihn reitet meine Tochter Eva. Wir treten auf verschiedenen Pferdeshows mit Pas de deux  oder mit Zirkuslektionen auf.
Schalun ist ein Spezialist der Leckerlierschleichung. Er schlägt Spanischen Schritt vor, sogar wenn er nicht darum gebeten wird –„ Nur bitte, bitte ein Leckerli“.
Er liebt sie so sehr, dass er für sie auch ohne Überredungskunst, sofort bereit ist, auch schwerste Elemente zu zeigen. Er ist sehr intelligent und lernt sehr schnell. Er versteht Worte. Ich kann „zurück“ sagen und er geht rückwärts (selbst wenn ich falsche Hilfen dazu gebe). Ich habe bemerkt, dass er den Hund beobachtet, wenn ich mit ihr arbeite. Wenn ich sie lobe, kommt er und versucht sie nachzumachen.“
Das ist die Geschichte einer stillen Ausbilderin in der Reitkunst aus der Gegend von Karlsruhe und davon, wie viel Interessantes in dieser nicht leichten Wissenschaft verborgen ist. Den zu verstehen, der mit dir ist. Besonders wenn diesem Nächsten menschliche Sprache nicht gegeben ist.

 


  Gestaltung @ der Werber Copyright © Barbara Heilmeyer